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2013 - Internationales Deutsches Turnfest in der Metropolregion Rhein-Neckar


Am 18.05. fuhren wir morgens um 9.30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein Richtung Mannheim, bzw. Bürstadt, wo wir in der Erich-Kästner-Schule im Musikerquartier untergebracht waren. Nach ein paar Verzögerungen durch die üblichen Staus kamen wir nach zweieinhalb Stunden dort an und wurden durch die Helfer vom dortigen Verein TV 1891 Bürstadt, die die Betreuung der Schule übernommen hatten, sehr freundlich empfangen. Es standen gleich zwei Leute bereit, die uns unser Klassenzimmer zeigten, die Gegebenheiten erklärten und uns sogar mit dem Gepäck halfen. Das hatten wir so auch noch nie erlebt. In unserem Quartier waren wir mit den Spielleuten aus Uhingen untergebracht, so dass wir alle etwas zusammenrücken mussten, aber irgendwie schaffen wir uns immer genügend Raum und alle waren zufrieden. Da für 13 Uhr noch eine Probe für den Landesspielmannszug angesetzt war, richteten wir uns schnell ein und erkundeten noch ein bisschen die Örtlichkeiten. Im Schulhof war ein richtiger IDTF 2013Biergarten mit Bierwagen und sonstigen Verpflegungsständen aufgebaut, so dass wir uns schon auf richtig gemütliche Abende im Musikerquartier einrichteten. Nach der Probe hieß es dann, schnell umziehen und die Sachen packen, denn wir mussten auf den Zug nach Mannheim, wo wir zur Begrüßung der Ehrengäste am Rosengarten spielen sollten. Aber der Weg zum Bahnhof schien kein Ende zu IDTF 2013nehmen. Es waren im normalen Schritt ca. 15 – 20 Minuten, aber er zog sich fast kerzengerade durch die Vorortsiedlung. Endlich am Rosengarten angekommen, hieß es, schnell aufbauen, der Zeitplan wurde geändert und wir mussten sofort spielen. Aber wir brachten unseren Auftritt bravourös hinter uns, was der Beifall der zahlreichen Zuhörer bewies. Viel Prominenz ließ sicher aber nicht blicken, außer natürlich unserem STB-Präsidenten und Vereinsmitglied Wolfgang Drexler und dem Ehrenvorsitzenden des Turngaus Neckar-Teck, Horst Packmohr.IDTF 2013 Die Süßener waren mit einem LKW fürs Gepäck angereist, wo wir nach dem Konzert unsere Habseligkeiten unterbringen und uns umziehen konnten, da am Abend ja noch der Festzug anstand. Aber der war ein ganzes Stück weit weg geparkt, also wieder ewig latschen. Dann zum Aufstellungsplatz gelaufen und nach einer längeren Wartezeit, in der wir uns immerhin noch etwas stärken konnten, durften wir den Block des STB anführen. Es herrschte immer noch schönster Sonnenschein und nach einem Festzug, der zwar Spaß machte, aber auch ziemlich anstrengend war, ging IDTF 2013es wieder zurück zum Laster, um unsere Sachen zu holen. Unterwegs brachten wir ein paar Polizisten, die eine Straßensperre beaufsichtigten, noch ein Ständchen, worüber die sich sehr gefreut haben, da sie ja vom Festzug nichts mitbekommen hatten. In einem griechischen Restaurant fanden wir dann noch Platz im Nebenzimmer fürs Abendessen, da dies aber an der Umzugsstrecke lag, war hier der Teufel los und es war schon relativ spät, bis wir endlich unser Essen bekamen. Als wir zu später Stunde ins Musikerquartier zurückkamen, konnten wir uns aber noch etwas am Biergarten erfreuen, bis es dann zu kalt wurde und wir müde in die Betten fielen.

Nach dem Frühstück machten wir uns wieder auf nach Mannheim, wo wir auf der Turnfestmeile das erste von mehreren Mitmachangeboten wahrnahmen und den Alla-Hopp-Test bestanden (siehe Bilder). IDTF 2013Wir hatten jetzt Uwes Auto als mobile Umkleidekabine und Instrumentenkoffer in Mannheim geparkt, allerdings auch wieder an einer Stelle, die etliche Meter Fußmarsch erforderte. Dorthin gingen wir jetzt, um uns umzuziehen, da wir am Abend noch in Viernheim einen Auftritt zusammen mit Biberach hatten. Unterwegs fing es an zu regnen und als wir in IDTF 2013Viernheim ankamen, schüttete es wie aus Kübeln. Als wir den Auftritt vor einer Zuhörerkulisse von 5! Leuten hinter uns gebracht hatten, ging es wieder zurück ins Musikerquartier und der Regen wollte nicht aufhören, unterwegs bekam sogar die Straßenbahn Schwierigkeiten und wir mussten noch einen unfreiwilligen Aufenthalt auf der Strecke hinnehmen, aber auch den meisterten wir mit Humor. Endlich zurück in der Schule, war der schöne Biergarten leider in die Aula umgezogen, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Die Volunteers gaben sich alle Mühe, damit wir uns wohlfühlten und auch die Verpflegung stimmte.

Am nächsten Morgen gingen wir nach dem Frühstück wieder in strömendem Regen zum Wertungsmusizieren ins Bürstadter Bürgerhaus, um unsere Freunde aus Biberach zu unterstützen, die mit zwei kleinen Gruppen teilnahmen und auch die anderen Teilnehmer zu hören. Auch dieser Weg zog sich wieder ewig hin, man glaubt gar nicht, wie groß ein Ort mit ca. 16000 Einwohnern sein kann. Da nicht so viele Spielmannszüge am Wertungsmusizieren teilnahmen, war die ganze Geschichte mittags schon wieder fertig und wir liefen zum Bahnhof, um wieder nach Mannheim zu fahren. In der Zwischenzeit hatte es zum Glück mal aufgehört mit regnen und so beschlossen wir, unser zweites Mitmachangebot, die Stadtrallye Mannheim- Ludwigshafen zuIDTF 2013 machen. Man musste dabei verschiedene Punkte in der Stadt anlaufen, wo die mitgebrachten Fragen beantwortet werden mussten. Als wir von Mannheim genug hatten, fuhren wir mit der Straßenbahn nach Ludwigshafen, um dort weiter zu machen. Dann fuhren wir in das schöne Städtchen Weinheim und dem Auftritt von IDTF 2013unseren badischen Freunden aus Bad Rotenfels. Unterwegs öffnete der Himmel immer wieder seine Schleusen, so dass es nie ganz trocken wurde. Am Abend fuhr ein Teil von uns nach Heidelberg zur Schloßbeleuchtung, während die Fußkranken wieder nach Mannheim zum Abendessen fuhren und anschließend wieder zurück ins Musikerquartier.

Am Dienstag stand dann der Sternmarsch mit Großkonzert auf dem Maimarktgelände auf dem Plan. Mit ca. 400 Musikern war es das kleinste Großkonzert auf einem Deutschen Turnfest, das wir je erlebt haben.IDTF Leider war nur eine Woche zuvor das Bundesmusikfest in Chemnitz, so dass viele Musikzüge hierauf ihre Prioritäten gelegt und das Turnfest abgesagt hatten. Schade, dass da die Terminabsprache zwischen BDBV und DTB nicht besser funktioniert hat. Am Abend fand dann der Abend des Schwäbischen Turnerbunds im Schneckenhof des Mannheimer Schlosses statt und wir konnten nur hoffen, dass der Wettergott ein Einsehen mit uns hat und seine Schleusen geschlossen halten würde. Wir spielten dann wieder mit dem Landesspielmannszug zur Eröffnung, leider auch erst mit viel Verspätung, da es wohl Kommunikations-, bzw. Abspracheprobleme in der Organisation gab. Als dann aber die Strahlerband zu spielen begann, war aller Ärger vergessen und die Stimmung am kochen. Zum Glück machte auch das Wetter bis auf einen kurzen Regenschauer mit und die Kälte wurde durch Tanzen vertrieben. Diese Stimmung nahmen wir mit ins Musikerquartier, wo es noch eine lange Nacht wurde.

Am nächsten Tag mussten wir dann den Anstrengungen des vorigen Abends Tribut zollen und ließen es erstmal etwas langsamer angehen. Ein Teil unserer Gruppe zog dann los Richtung Heidelberg, um das Schloss auch mal bei Tageslicht zu besichtigen und den Spielleuten aus Uhingen und Süßen bei ihrem Auftritt zuzuhören. Der Rest fuhr am Nachmittag nach Mannheim, wo Ulla und Selina die Stadtrallye fertigmachten. Am Abend traf sich dann alles wieder in der Schule für einen gemütlichen Ausklang des Tages.

IDTFAm Donnerstag war dann ein Platzkonzert des Landesspielmannszugs in Ludwigshafen im Sportpark Südwest geplant, der aber nach nur ein paar Stücken wegen strömenden Regens abgebrochen werden musste. Dann fuhren wir wieder auf das Turnfestgelände auf dem Maimarkt, wo der Turnspielparcours absolviert wurde (siehe Photos). Abends fanden sich alle wieder im Musikerquartier ein, wo zur Überraschung aller das Orchester der katholischen Kirchengemeinde seine wöchentliche Probe in Form eines Konzerts abhielt. IDTFDiese Gruppe von ca. 50 Musikern brachte mit ihrer stimmungsvollen Musik den Saal zum Kochen. Parallel hatte man in einem Nebenraum die Gelegenheit, das Relegationsspiel Hoffenheim gegen Kaiserslautern anzuschauen. Hier hatte man wieder keine Mühen gescheut, für alle in der Schule untergebrachten Musiker und Sportler ein ansprechendes Programm auf die Beine zu stellen. Man muss sowieso mal lobend erwähnen, wie gut die Betreuung durch die Helfer vom TV Bürstadt war, wie hilfsbereit und freundlich alle waren, also das sucht schon seinesgleichen. An dieser Stelle auch mal herzlichen Dank dafür.

Am letzten Turnfesttag dann wurde noch ein Cajon-Workshop an der Turnfest-Akademie in der Nähe der Heidelberger Universität besucht. Bis wir endlich einen Parkplatz gefunden hatten, hieß es wieder laufen, laufen und nochmal laufen bis zum Veranstaltungsort, so dass wir leider etwas verspätet eintrafen und der Workshop bereits begonnen hatte.IDTF Es machte aber trotzdem viel Spaß, mal zu sehen, wie man einer „Holzkiste“ Trommeltöne entlocken konnte. Zurück in der Schule mussten wir uns gleich umziehen, da ein letztes Platzkonzert des Landesspielmannszuges im Altersheim in Bürstadt auf dem Plan stand. Als wir auch das unter dem Beifall der Zuhörer gut hinter uns gebracht hatten, wollten wir unserem Betreuungspersonal in der Schule ein Dankeschön-Ständchen bringen. Leider waren die meisten Volunteers jedoch anderweitig unterwegs, aber den wenigen, die da waren, hat es trotzdem gut gefallen. Abends gingen wir alle zusammen zum Essen ins Naturfreundehaus, dort konnte man gut und billig essen, besonders das Rumpsteak mit viel Knoblauch kam gut an. Natürlich ging es danach wieder ins Musikerquartier, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Da die Klassenzimmer bereits bis 10 Uhr geräumt sein mussten, hieß es früh raus am anderen Morgen, um die Sachen zu packen und das Quartier einigermaßen sauber zu hinterlassen. Nach einem letzten Dankeschön an unsere Betreuer ging es bei nun wieder schönem Wetter zurück Richtung Heimat, wo wir zur Mittagszeit wieder am Waldheim eintrafen. Trotz des schlechten Wetters war es ein schönes, aber auch anstrengendes Turnfest und wir freuen uns schon auf das nächste Internationale Deutsche Turnfest in Berlin 2017. 

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IDTF 2013

Im Vorfeld fanden zur Vorbereitung noch ein paar Lehrgänge statt. Im März ging es wieder zum diesjährigen Dozentenlehrgang in die Jugendherberge nach Lindau am Bodensee. Hier erhielten wir noch einmal die Möglichkeit, in den Registern unter fachlicher Leitung die neuen Stücke für den Landesspielmannszug des STB einzustudieren und an den einen oder anderen Ecken bereits bekannter Stücke zu feilen. Für das Flötenregister stand uns Georg ter Voert jun. und im Schlagwerk Johannes Beuter zur Verfügung. Sehr erfreulich war auch eine Gruppe Anfänger im Flötenregister, die am Samstagnachmittag auch einen kleinen Ausflug an den Bodensee machen konnten. Da der Fanfarendozent kurzfristig wegen Krankheit absagen musste, konnten wir als Ersatz an unserer letzten vorbereitenden Tagesprobe im April in Süßen den Fanfaren einen kleinen Lehrgang anbieten, so dass jeder in diesem Jahr die Möglichkeit hatte Tipps vom Profi für die Musikstücke zu erhalten.

Hela und Sascha

 

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