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Musikabteilung - 4. Deutsches Musikfest in Würzburg

-Die meisten von uns kennen es nur aus Erzählungen der "älteren" Generation, das Deutsche Musikfest. Allerdings waren auch unsere alte Hasen bislang nur einmal beim ersten Musikfest in Trier 1989 dabei. Im Rhythmus von allen 6 Jahren findet das Musikfest, das von der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. veranstaltet wird, statt und lockt Musiker von überall her, aus verschiedenen Verbänden, die teils wiederum dem BDMV angehören und den verschiedensten Ecken Deutschlands und auch aus dem Ausland in eine ausgewählte Stadt um gemeinsam den Spaß an der Musik zu erleben. Dieses Jahr war nun die Stadt Würzburg als Austragungsort vorgesehen. Bereits im letzten Jahr nach unseren beiden erfolgreichen Gemeinschaftskonzerten entschlossen wir uns für die Teilnahme am Musikfest zu melden. Wenn dieses Mal auch ohne Wertungsmusizieren, freuten wir uns dennoch darauf auch mal einfach nur den Tönen anderer zu lauschen.

Ein paar Wochen vor dem großen Ereignis bekamen wir dann auch unsere Unterkunft zugewiesen: Nach vielen verschiedenen Unterkünften (Jugendherbergen, Turnhallen, Klassenzimmer, Gemeindesäle,...) konnten wir uns auf eine Premiere freuen, unser Quartier war die Balthasar-Neumann-Kaserne in Veitshöchheim, ein Vorort von Würzburg.

Am Donnerstag den 17.5. traf sich der größte Teil unserer Mannschaft um 11 Uhr am Waldheim um gemeinsam nach Würzburg zu fahren. Besonderst gefreut hat uns, das zu diesem besonderen Ereignis auch unsere "Neuen" mitgekommen sind.

Nach einer nicht mal all zu langen Fahrt kamen wir gegen 13.30 Uhr in Würzburg an und suchten uns erstmal den Weg zu den alten Posthallen am Bahnhof um unsere Unterlagen abzuholen. Mit diesen in den Händen verließen wir das Zentrum wieder und fuhren nach Veitshöchheim um das erste Mal in diesen Tagen von der Wache gegrüßt zu werden. Ein kurzer Check unserer Personalausweisen und Vergleich mit der Teilnehmerliste und schon wurde uns mit einem Plan gezeigt in welchem Gebäude wir untergebracht waren. Bis auf einen war es für alle die ersten Meter in einer Kaserne. Unsere Unterkunft war ein Klassenzimmer in einem Ausbildungsgebäude und mit uns war noch ein weiterer Verein hier untergebracht, weitere noch in anderen Gebäuden. Nachdem wir uns weitesgehendst heimisch eingerichtet hatten und noch eine kleine Runde im Kasernengelände gedreht hatten, fuhren wir wieder nach Würzburg rein um die große Sause zu suchen. Doch leider hatten wir unsere Erwartungen für diesen Tag etwas zu hoch gesetzt, es war zwar hier und da mal etwas los, es hielt sich aber dennoch alles in Grenzen. So wurden wir dann leider auch bei der Eröffnungsveranstaltung enttäuscht, bei der ursprünglich ein Großkonzert aller anwesenden Musikzüge geplant war. Doch leider wurde es organisatorisch versäumt den entsprechenden Platz für die Musiker frei zu halten.

Um nicht zu erfrieren entschlossen wir uns noch den Abend in der alten Posthalle (Festhalle) zu beenden. Zurück in der Kaserne wurde dann natürlich noch ein bisschen gespielt und geplaudert bis sich auch der letzte auf die Luma legte.

Ein bisschen gewöhnungsbedürftig waren die sehr frühen Frühstückszeiten: 7.30 Uhr bis 8.30 Uhr war Frühstücksausgabe. Aber immerhin hat es sich auch wirklich gelohnt, wir konnten uns über die frühmorgendliche Verpflegung mit Sicherheit nicht beklagen.

Nach einer kleinen Probe am Vormittag fuhren wir zum Wertungsmusizieren zu den Sporthallen in Veithöchsheim.

Von dort aus liefen wir weiter in den Ort hinab und lernten so unseren "Wohnort" ein bisschen besser kennen. Später ging es wieder Richtung Würzburg und wir hatten als erstes die Festung Marienberg auf dem Plan.

Anschließend machten wir wieder die Stadt unsicher und bemerkten nun deutlich mehr Aktivität. Als Highlight an diesem Abend hörten wir das Universitätsorchester aus Shanghai mit bislang unbekannten Klängen und zum Abschluss feierten wir noch etwas in der Festhalle, die nun um einiges mehr belebt war.

Am Samstagmorgen erwarteten wir noch unsere beiden Nachzügler und fuhren nach ihrer Ankunft wieder direkt nach Veitshöchheim in die Mainfrankensäle zu den Deutschen Meisterschaften der Spielleute. Während der Großteil nur einen Spielmannszug hörte, blieb Ulla noch dort um weiteren Spielmannszügen auf hohem Niveau zu lauschen.

Wir anderen begaben uns dieses Mal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt und suchten nach einem kleinen Schlenker eine größere Sportbar etwas außerhalb des Zentrums auf um den Meisterschaftssieg des VfB Stuttgart zu sehen. Auch wenn wir als einzige zum Lied "Steht auf wenn ihr Schwaben seid.." standen, war es trotz der großen Hitze eine ebenso große Freude unsere Stuttgarter Jungs siegen zu sehn.

Nach unseren kleinen eigenen Siegesfeier hörten wir uns noch einen Teil des Konzertes des Bundesnaturtonorchester an und anschließend noch die Big Band der Bundeswehr am Residenzplatz. Und um die Gewohnheit zu wahren war unser letztes Ziel vor der Kaserne natürlich noch die Festhalle.

Nachdem wir den letzen Abend natürlich wieder in gemütlicher Runde ausklingen ließen, hieß es am nächsten Morgen schon wieder Abschied nehmen von unseren Bundeswehrkollegen, die uns immer so nett grüßten. Für 12.15 Uhr war die Generalprobe auf dem Residenzplatz angesagt für die anschließende Abschlussveranstaltung. Und dieses Mal war für genug Platz gesorgt um mit allen Musikern ein gemeinsames Großkonzert zu absolvieren. Es hieß wieder lange warten und stehen in der heißen Sonne, aber es war auch wieder ein großes Erlebnis mit tausenden anderen Musikern gemeinsam zu spielen.

 
 
 
 
 
 
 
 

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