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Musikabteilung - Spielmannszug Chronik: 1986 bis 1995

Anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Spielmannszuges der TSG Esslingen veranstalten wir zusammen mit dem Spielmanns- und Fanfarenzug der TG Biberach am 30. September 2006 ein Gemeinschaftskonzert. Außerdem wollen wir gerne einen kurzen Überblick über die letzten 50 Jahre geben und gerne mit alten Spielmannszugskameraden vergangene Erinnerungen wieder aufleben lassen.

Zusätzlich bieten wir unseren treuen Fans, die regelmäßig unsere Homepage besuchen, bis zum Konzert jede Woche kleine Ausschnitte und Bilder über jeweils 10 Jahre. Wir hoffen viele damit erfeuen zu können und den einen oder anderen davon zu überzeugen zu unserem Konzert und Kameradschaftstreffen zu kommen.

WIR FREUEN UNS ÜBER JEDEN, DEN WIR  WIEDERSEHEN KÖNNEN ! ! !


Und nun ein paar Bilder und Zitate der Chroniken aus dem Zeitraum 1986 bis 1995: 

 

30 Jahre Spielmannszug (18.Oktober 1986)

„Nicht nur unser Flohmarkt hat dieses Jahr ein Jubiläum, sondern der Spielmannszug selbst auch. Er wird 30.
Aus diesem Anlass wurde unser Herbstfest von Sonntag auf Samstagabend verlegt, damit wir so richtig feiern konnten.
Auch hatte sich die Alte Garde zu diesem Anlass zusammen gefunden (in gewohnter Manier mit Stabführer Ewald Reiß). Bei der Zugabe wurden die Alten dann von den Jungen unterstützt.

Wie es zu so einem Fest natürlich auch gehört gab es Festreden und Ehrungen. Als besondere Attraktion gab es diesmal eine Tombola. Auch zwei Lumpensammler waren da, die bei einem Vesper einiges über den Spielmannszug zu berichten wussten.

Zeitungsbericht:
Das 30jährige Jubiläum war eine Feier so recht nach dem Geschmack der Festgäste, die den großen Saal der Vereinsgaststätte Waldheim bis auf den letzten Platz gefüllt hatten. Die Eröffnung hatte der „Jubilar“ – der Spielmannszug der Turn- und Sportgemeinschaft Esslingen – mit zwei flotten Märschen vorgenommen, bevor Abteilungsleiter Holger Reiser die Gäste begrüßte.

Auch eine große Zahl von Mitgliedern anderer Abteilungen des Vereins war gekommen, um mit den Spielleuten das 30jährige Jubiläum zu feiern. Vereinsvorsitzender Günther Schubert schwenkte in seinen Begrüßungsworten zurück auf die „Gründerjahre“. Er erinnerte daran, dass der Spielmannszug aus einer Laune heraus beim alljährlichen Vereinswandertag 1956 von den Handballern ins Leben gerufen wurde und diese auch jahrelang die tragende Säule der Musikabteilung gewesen seien, bevor sie sich nach und nach wieder ihrem ursprünglichen Hobby, dem Handballspielen, zuwandten. Der Spielmannszug war inzwischen selbst „mündig“ geworden und hatte einen eigenen Mitgliederstamm, so wie es auch heute noch ist.

Als Festredner hatte die Abteilung den langjährigen Vereinsvorsitzenden Otto Schönhaar gewonnen, der als Abteilungsleiter des Spielmannszuges und als aktiver Spielmann über Erfahrungen verfügt wie kaum ein anderer. So hörten die Festgäste von den Ereignissen bei den großen Turnfesten, von den Fahrten und Ausflügen, den Proben und Auftritten früherer Zeit aus „erster Hand“.

Bei den Ehrungen erhielten die Abteilungsehrennadel für zehn Jahre Mitgliedschaft Ulrike und Jürgen L. und Christine B.; Andreas B. und Monika S. konnten ihre Auszeichnung nicht persönlich in Empfang nehmen. H. Seiffert ehrte Uwe K., Gerald L. und Holger F. mit der bronzenen Ehrennadel des Schwäbischen Turnerbundes für ihren überdurchschnittlichen Einsatz im (Turner-) Spielmannszug der TSG Esslingen.

Weiter ging es mit flotten Rhythmen des Spielmannszuges. Die drei seit der Gründung geführten Chronik-Bände brachten manche Erinnerung, aber auch viel Lob für die „Schreiberlinge“, die diese Bände mit so viel Liebe geführt haben. Die „Alte Garde“ hatte sich nach einigen eifrigen Proben zusammengefunden und wollte zeigen, dass man das Musikmachen noch nicht verlernt hatte. Der ehemalige Stabführer des Spielmannszuges, Ewald R., führte seine Fanfarenspieler, Flötisten und Trommler in gewohnter Manier zu Höchstleistungen und manch einer wird gestaunt haben, was auch nach langer Pause noch aus seinem Instrument herauskam.

Zuhörer und Aktive waren gleichermaßen begeistert, so dass eine Zugabe zusammen mit dem aktiven Spielmannszug nicht lange auf sich warten ließ. Bevor Walter M. und Gerald L. als „Lompasammler“ mit ihrem Leiterwagen einfuhren und spielerisch manche Glosse der jüngeren und älteren Vergangenheit in ihren köstlichen Lumpengewändern darboten, begann die große Verlosung.

Bewußt wollte man auf eine übliche Tombola verzichten, aber bei der Vielzahl der wunderschönen Gewinne hätte man getrost den Verkauf von Losen wagen können. So aber gab’s die schönen Dinge auf die gezogenen Nummern der Eintrittskarten quasi gratis. Dann stimmte die Tanzkapelle „Trio Ricardo“ ihre Instrumente. Weit nach Mitternacht zog es die letzten Besucher heimwärts in der Gewissheit, einen schönen Jubiläumsabend mit den Spielleuten der TSG Esslingen verbracht zu haben.“

 
 

Deutsches Turnfest Berlin 1987

„ Auf diesen Tag hatten wir uns alle gefreut, denn nun hieß es endlich „ Auf nach Berlin“ (…)

-Am Samstag, den 30.5.1987 ging es also los; um 12.00 Uhr war Treffpunkt am Esslinger Bahnhof. Um 12.22 Uhr sollte der Zug fahren. Bevor wir in den Zug eingestiegen sind die obligatorische Frage: „ Hat jeder Geld und Reisepass dabei?“ Darauf von Sandra die Gegenfrage: „Reisepaß, ich dachte Personalausweis genügt ?!“ Im Zug stellte sich dann heraus, dass sie nicht die einzige war die keinen Reisepass dabei hatte – noch 7 weitere (von anderen Vereinen) ging es ebenso. Doch die Zugbegleiterin hat das gut gemanagt, und die 8 durften auch nach Berlin.

-Die Zugfahrt erwies sich als recht kurzweilig. Um 23.07 Uhr liefen wir auf dem Bahnhof Zoo in Berlin ein. Begrüßt wurden wir dort von Detlef , der sich bereit erklärt hatte, schon vor dem gesamten Spielmannszug nach Berlin zu reisen und in der Schule, in der wir übernachten sollten, beim Hausmeister dafür zu sorgen, dass der Spielmannszug 1 oder 2 Klassenzimmer für sich bekommt. (…)

Sonntag: (…) Um 16.30 Uhr war die Abfahrt von der Schule zur Eröffnungsfeier (in Bundestracht), die noch recht hektisch wurde, durch die netten Busfahrer aber doch noch prima klappte. Was man bei Holger R. und F. und Gerald nicht sagen konnte (sie mussten schon vorher zur Stabführerbesprechung). Hätten sie nicht irgendwann ein Taxi genommen, wären sie wahrscheinlich heute noch in Berlin.

Die Eröffnungsfeier dagegen war so schön und so toll gestaltet, dass man es kaum beschreiben kann. (…)

Montag: (…) Nach dem Mittagessen, bei dem es 2 Bouletten, Specksalat (Kartoffelsalat mit Speck) und Joghurt gab, ging es zum kulturellen Teil über.

-Als erstes besuchten wir den Reichstag, liefen dann an der Mauer entlang zum Brandenburger Tor und von dort zum Checkpoint Charly, wo wir uns auch das Museum der DDR-Flüchtlingen angeschaut haben.

Abends war dann ein Teil beim „klingenden Turnfest“ das in der Waldbühne stattfand. Der andere Teil war südamerikanisch Essen und kam bei scharfer Haifischflosse ganz schön ins Schwitzen. (…)

Mittwoch: (…) An diesem Abend wurde dann eine getrennte Männer- und Weibersause gemacht. Über die Männersause kann ich leider nicht viel sagen, ich hörte nur, von den jüngeren hauptsächlich, dass es sehr lustig war. Bei den Weibern war es auch nicht ohne, wir besuchten einige Discos, unter anderem auch das „Ku’Dorf“. Danach bummelten wir noch über den nächtlichen Kuhdamm, das fand vor allem Alex sehr lustig.

-Donnerstag: Um 9.30 Uhr hieß es Abmarsch in Richtung Ost-Berlin. Am Grenzübergang Checkpoint Charly herrschte ein totales Chaos, wir fuhren weiter bis zu einem kleinen Neben-Grenzübergang an dem überhaupt kein Verkehr herrschte. Nur das man im freien Stand und das es wie aus Kübeln regnete. Dort überlegte es sich ein Teil wieder umzudrehen, als bis auf die Haut nass durch Ost-Berlin zu laufen. Die zur Schule zurückfuhren machten sich einen gemütlichen Mittag mit Faulenzen, in der Turnhalle Fussballspielen, übern Kuhdamm bummeln und im Europa-Center (ganz oben) Kaffee trinken. Aber auch die paar wenigen, die in die DDR rüber sind, hatten viel zu erzählen, als sie zurückkamen. Vor allem Roland war sehr beeindruckt. (…)

-Freitag: Heute hieß es früh aufstehen, denn um 7.30 Uhr war Abmarsch zum Wertungsmusizieren. Stattfinden sollte es im ICC. Vor dem Spielen hatten wir alle ein flaues Gefühl im Magen und den Gedanken hoffentlich klappt alles. Danach den Gedanken „Gott sei Dank vorbei“. Nun stand uns zwar noch das Wertungsmarschieren bevor, aber das würden mit links machen (vorausgesetzt Roland hinkt nicht wieder hinterher wie in Frankfurt) (…)

Samstag: (…) Nach dem Essen ging es zum Wannsee, auf dem wir auch eine Bootsfahrt machten. Weiter ging es mit dem Bus nach Steinstücken, das ringsum von DDR eingeschlossen ist, nur durch eine Straße erreichbar. Von dort ging es weiter mit dem Bus durch den Grunewald zurück ins Zentrum.

-Abends war Bunterabend für die Spielleute in der Messehalle 18; dort gab Holger dann bekannt dass wir im Wertungsmusizieren den 1.Rang in der Mittelstufe gemacht hatten. Ein toller Erfolg. Den Schluß des Abends machte ein Feuerwerk im Sommergarten, wo auch eine tolle Band spielte. (…)

Sonntag: (…) Ja und dann hieß es Abschied nehmen von Berlin. War die Woche wirklich schon vorbei? Nun gings gen Heimat. Den Rest der Nacht (Abfahrt war ca. 24.00 Uhr), probierte jeder, so gut es ging, zu schlafen. Gegen Mittag waren wir dann wieder in Esslingen und da war die Wiedersehensfreude groß.

Aus, Schluß, Ende, Berlin vorbei, Dortmund ahoi ! “

 

Hüttenwochenende 1993

„Nach einer mehrstündigen Anreise (zwischen 4 und 7 Stunden) waren um 23.00 Uhr alle Teilnehmer des Hüttenwochenendes, im Alter zwischen 1 ½ und 67 Jahren versammelt. Das Quartier, die Hütte des TV Püttlingen, liegt bei Ventron in den Vogesen.

Der Samstag begann mit einer tollen Nachricht, Gerald war wieder Papa einer Tochter geworden: Sarah – Herzlichen Glückwunsch aus den Vogesen.

Nach dem Frühstück – es gab keinen Sekt, Uwe dachte wir könnten alkoholisiert nicht mehr wandern – ging es zum Le Darel.

Beim Naturfreundehaus konnten wir unser Rucksackvesper, bei schönem Wetter, im Freien verzehren.

In der Zwischenzeit wurde auf der Hütte das Abendessen gekocht, wobei die Wanderer selbstgesammelte Pilze beisteuerten. Bevor gegessen wurde, wurde erst einmal gesungen. (…)

Am Sonntag wurde noch einmal gewandert, am Stausee Barrage de Kruth, auf einem original

Gottschalker Wanderweg. Über die Col del la Schlucht gings dann wieder nach Hause. Mit diesem Ausflug wollen wir uns beim Fanclub für seine Hilfe beim Flohmarkt bedanken. “

 
 

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