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Musikabteilung - Spielmannszug Chronik: 1966 bis 1975

Anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Spielmannszuges der TSG Esslingen veranstalten wir zusammen mit dem Spielmanns- und Fanfarenzug der TG Biberach am 30. September 2006 ein Gemeinschaftskonzert. Außerdem wollen wir gerne einen kurzen Überblick über die letzten 50 Jahre geben und gerne mit alten Spielmannszugskameraden vergangene Erinnerungen wieder aufleben lassen.

Zusätzlich bieten wir unseren treuen Fans, die regelmäßig unsere Homepage besuchen, bis zum Konzert jede Woche kleine Ausschnitte und Bilder über jeweils 10 Jahre. Wir hoffen viele damit erfeuen zu können und den einen oder anderen davon zu überzeugen zu unserem Konzert und Kameradschaftstreffen zu kommen.

WIR FREUEN UNS ÜBER JEDEN, DEN WIR  WIEDERSEHEN KÖNNEN ! ! !


Und nun ein paar Bilder und Zitate der Chroniken aus dem Zeitraum 1966 bis 1975:

 

Frühschoppenkonzert auf dem Waldheim am 8. und 15.5.1966

„Bei beiden Auftritten war das Wetter gut, so daß doch einige Zuhörer auf dem Waldheim erschienen. Der Besuch hätte besser sein können. Dennoch konnten wir zu frieden sein. Das Konzert ging eine gute Stunde.“-

Geburtstagsständchen bei Schwarz (12.5.1966)

„Mit fast allen Spielern vom Spielmannszug spielten wir im Hof bei Familie Schwarz.
Unserm Pauker Peter Pirner unterlief ein kleines Missgeschick, daß er aber mustergültig löste. Es war nämlich kein Paukenschlegel vorhanden. Als Ersatz nahm er ein Holzprügel.“

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9. Gauturnfest in Esslingen vom 16.- 17. Juli 1966

Das Gauturnfest stand in diesem Jahr im Zeichen einer Überschwemmung. Das Programm im Bierzelt war großartig. Leider ließ die Zuschauerzahl zu wünschen übrig.

Am Samstagabend spielte ein Musikkorps der 7th US-Army unter der Leitung von Special-Officer Earl W. Jones. Der Spielmannszug spielte zusammen mit dem Musikorps einige Märsche, die vom Publikum rasend applaudiert wurden. Der ganze Zauber ging am Montagabend zu Ende.

 
 

Deutsches Turnfest in Berlin 1968

„Es war klar, dass wir beim Deutschen Turnfest nicht fehlen durften. Am Montag fuhren wir gegen 22 Uhr in Esslingen mit dem Bus ab. Einjeder war vom Berlinfieber besessen. Auf der Hinfahrt wurde – hauptsächlich in der hinteren Reihe – viel „getrunken“, gegessen und gelacht sowie gesungen. Die Fahrt und die Grenzübertritte verliefen reibungslos. In Steglitz, in der Prignitz-Sonderschule, befand sich unser Quartier. Um 19 Uhr mussten wir vor dem Schöneberger-Rathaus zur Begrüßung antreten.

Der nächste Tag begann mit verschlafenen und mürrischen Gesichtern, denn schon um 12 Uhr hieß es wieder auf zum Spielen. Das Ziel war wiederum das Schöneberger Rathaus. Das Konzert wurde danach mit Bier und Würstchen belohnt. Von dort aus ging es zum Festessen ins Verpflegungszentrum. Es gab Eintopf. Der Abend stand für jede Gruppe frei zur Verfügung.

Am Vormittag des darauffolgenden Tages spielten wir vor dem Steglitzer Rathaus. Auch hier wurden wir nicht enttäuscht, denn es wurde uns zu Ehren ein Faß „Berliner Kindl“ angezapft. Nachmittags erfolgte eine ausgiebige Besichtigungsfahrt durch Berlin und Umgebung.

Vormittags führte uns ein kleiner Ausflug – mit Besichtigungsfahrten der U-Bahn – zum Wannsee. Um 16:30 Uhr war die verregnete Generalprobe im Olympia-Stadion, in dem abends das Internationale Programm ablief.

Da wir am Nachmittag den großen Sternmarsch durch Berlin antreten mussten, gewährte man uns morgens eine Ruhepause. Unsere Marschsäule enthielt Spielleute von Bayern und vom Schwabenländle. Anschließend fuhren wir mit dem Bus ins Olympia-Stadion zur Musikparade in Weiß. Diese war durch den Spielmannszug der TSG Esslingen am stärksten in den Zuschauerbänken vertreten.

Schon früh um 8 Uhr trafen wir uns im Bus und fuhren zum Sammelplatz des Festzuges. Dieser dauerte bis 12:30 Uhr. Nach dem Mittagessen fuhren wir zu den Endkämpfen ins Olympia-Stadion. Anschließend packten wir unsere 7-Sachen wieder zusammen und traten die Heimreise an.

Alles in allem: BERLIN IST EINE REISE WERT.“

 
 

-Schwäbisches Landesturnfest Ludwigsburg 1970

„Freitag Nachmittag um 14:00 Uhr trafen wir uns vor dem Bahnhof in Esslingen. Um 14:21 Uhr ging unser Zug. Um 16:00 Uhr trafen wir in Ludwigsburg ein. Nachdem wir Mädchen in der Robert-Frank-Schule und die Jungs im Schillergymnasium Quartier bezogen hatten, trafen wir uns schon um 17.00 Uhr um zum 1.Mal zu spielen. Anschliessend gingen wir zum Kameradschaftsabend ins Festzelt.

Am Sonnabend spielten wir mit den Öhringern vor der Weststadtkirche. Die Stabführung übernahm Herr Gögelein, weil Herr Reiß bei den Wettkämpfen war. Auf dem Rückweg spielte eine kleine Gruppe von uns bei netten Mitmenschen. ( Sie dankten mit Pflaumenschnaps). Am Nachmittag setzte der Landesstabführer eine Probe für den sonntäglichen Festzug an.

Um 19.00 Uhr trafen sich dann alle Spielmannszüge im Schlosspark um unter Reinhold Dietrichs Stabführung einige Märsche zu spielen.

Am nächsten Morgen stellten wir uns um 10:00 Uhr zum Festzug auf. Das Fernsehen und die Presse waren anwesend. Nachmittags war im Stadion ein Großkonzert. Um 18:00 Uhr gingen wir zum Bahnhof. Um 19:30 Uhr waren wir müde und erschossen in Esslingen.“

15 Jahre Spielmannszug 1971

„Von interessiertem Publikum besucht, konnte der Spielmannszug das seines „15 J-Ä-H-R-I-G-E-N“ Wiederbestehens feiern. Der erste Dank des Spielmannszuges wurde durch frohes Spiel gezollt. Mit kurzen Erläuterungen zur Geschichte des Spielmannszuges schlossen sich einige Herren an. Auch Ihnen gilt der Dank des Jubilars.

Ferner wurden langjährige Mitglieder des Zuges an Hand von Urkunden geehrt. „Fritz Kuhn“ wurde im Rahmen dieser Veranstaltung zum Ehrenmitglied ernannt. Bravo Fritz Kuhn.

Auch Ewald Reiß wurde besonders geehrt. „Lebe hoch“ und Dankeschön auch unserem Ewald Reiß.

Eine Tanzveranstaltung beendete den Abend. Allen Anwesenden Gastspielmannszügen sowie allen unseren Freunden die zum Gelingen des Abends beitrugen, ein freudiges Dankeschön des gesamten Zuges.

Einige Bilder erläutern den Verlauf der Veranstaltung: 

 
 

Fasching 1972

„Erstmals nahmen wir heuer an dem traditionellen Faschingsumzug in Neuhausen a.d.F. teil.„Komm Wie Du Willst“, war das angegebene Motto, für die Spielleute, und so kamen sie dann auch. Mit viel Hallo wurden wir dann anschließend beim Kinderfasching auf dem Waldheim empfangen. Beide Auftritte waren als voller Erfolg zu verzeichnen.“

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Deutsches Turnfest in Stuttgart 1973

„Das Deutsche Turnfest fand dieses Jahr in Stuttgart statt. Viele Turnerinnen und Turner sowie sämtliche Spielmannszüge kamen angereist. Es wurden in fast allen Schulen Betten aufgeschlagen die als Quartiere galten.

Wir hatten die Aufgabe, bei der Ankunft von den Sonderzügen in Stuttgart-West und in Böblingen zum Empfang zu spielen.

Der Festzug begann um 15:30 Uhr und dauerte etwa 2 Stunden. Er führte in 2 Zügen durch die Stuttgarter Innenstadt. Jeder Zug war etwa 3,6 km lang.

Am Sonntag spielten wir zum Abschluß bei den Amerikanischen Turnerinnen auf dem Hallschlag. Wir begleiten ihre Darbietungen mit viel, viel Musik.“

 
 
 

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