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Musikabteilung - Internationales Deutsches Turnfest in Berlin03.2004

Samstag 14. Mai 2005
Als wir dann alle, Uwe, Evi, Kerstin, Irini, Heidi, Steffen, Tobi, Sascha, Charlie, Detlef, Uwes Familie und Franzi, eingechecked haben (Manche kamen zu spät, eine hatte keinen Personalausweis dabei und musste sich von ihrer Schwester den Pass bringen lassen) stiegen wir alle um ca. 6.30 Uhr in der Früh ins Flugzeug von Germanwings.
Für manche von uns war der Flug wie Bus fahren, aber andere sind noch nie geflogen. Für sie war es toll. Der Start. Der Flug über den Wolken, die wie Watte aussehen. Die Landung. Alle haben’s gut überstanden ohne irgendwelche Zwischenfälle. Nach dem wir dann auch wirklich sicher waren, dass kein Gepäck mehr kommt und auch kein Roller mehr, verließen wir das schnuckelige Gebäude vom Schönefelder Flughafen in Berlin.
Wir machten uns auf die Reise zu unserer Schule. Am Ende brauchten wir so lange, wie von Stuttgart nach Berlin. Einmal umsteigen, dann noch mal und dann noch laufen. Ich hatte ja nur 18 Kilo zu ziehen, aber Irini und Evi hatten über 20 Kilo! Die Arme schmerzten. An der Schule angekommen, eine ältere Schule, aber frisch renoviert, erfuhren wir, dass wir gaaaaaanz nach oben mussten. In den 3ten Stock!!!!!! Nachdem wir uns breit gemacht haben in unseren beiden Klassenzimmern, erkundeten wir die Cafeteria. Nettes kleines Örtchen, das nur Heidi im Laufe der Woche noch näher kennen lernen würde.
Um 14 Uhr fuhren wir, jetzt auch mit Ulla, ganz in Schale geworfen, jeder mit grauer Kratzehose und blauem Sakko, in die City. Um genau zu sein, zur Siegessäule. Dort warteten wir auf den Beginn des Festzuges um 17.30 Uhr. Wir warteten, froren, hüpften, warteten, froren, warteten, ach und froren. Einpaar Spielleute leerten in der Zwischenzeit einen Kasten Bier.
Nach dem Festzug, den wir im strömenden Regen absolvierten, fuhren wir zurück. In der warmen Schule angekommen, zogen wir uns erst mal trockene Kleider an. Es stießen Karsten und Anette aus Hannover zu uns . Manche von uns gönnten sich ein sehr gutes Essen beim Griechen. Das machte doch alles wieder gut. Dann sind wir alle, nach einem langen, anstrengenden Tag schlafen gegangen.

 
 

Sonntag 15. Mai 2005
Nach einem ausgiebigen Frühstück (2,5 Stunden) hatten wir mit den Biberachern unsere Gemeinschaftsprobe für das Wertungsmusizieren zwei Tage später. Wir fühlten uns sicher. Da wir am Nachmittag das Großkonzert im Lustgarten, vor dem Berliner Dom haben würden, gingen wir wieder in die Stadt mit unserer Uniform. Dieses Mal zogen wir aber Pullis und Jacken über und unter die Uniform, um nicht so doll zu frieren und nicht krank zu werden. Am Ende war es doch kalt und manche von uns wurden richtig krank. Vorher aber machten wir die Rundfahrt mit dem Bus 100. Das ist ein Linienverkehrsbus, der alle möglichen Sehenswürdigkeiten abfährt. Wir stiegen am Alex aus. Schlenderten darüber, aßen Mittag, gingen weiter. Schauten uns das Nikolaiviertel an, gingen am Palast der Republik vorbei zum Lustgarten, wo das Konzert sein sollte.
Dort warteten wir dann wieder paar Stündchen. Aber das Warten hat sich gelohnt. Es hat Spaß gemacht, mit ca. 1500 Musikern zu spielen.
Wir gingen zurück zur Schule. Einige hatten es eilig, weil sie zu einer Vorstellung im Friedrichstadtpalast wollten. Es soll gut gewesen sein.

 

Montag 16. Mai 2005
Und wieder gab es ein langes Frühstück. Dort entschied man sich, sich für den Tag zu trennen. Uwe und Familie, Evy, Kerstin, Detlef, Sascha, Heidi, Steffen, Tobi und Franzi gingen zur Messe und danach zum Check Point Charlie. Irini, Anette und Charlie machten eine Tour durch Berlin mit geschichtlichem Hintergrund.
(Stand des Druckverlages unserer Tribüne auf der Messe)
Vom Potsdamer Platz (ein Stückchen Mauer war zu sehen) zum Holocaust-Mahnmal. Von dort direkt zum Brandenburger Tor und dann „Unter den Linden“ zum Gendarmen-Markt und weiter zum Check Point Charlie, aber vor den anderen. Von dort aus zum Ku’Damm gelaufen. Dort lernten sie eine Bushaltestelle kennen, die ihnen so gefiel, dass sie entschieden, so lange dort zu bleiben (Irini war insgesamt 2 Stunden dort) bis sie zum Bundesorchester- Konzert mussten.
Beim Konzert trafen sich alle wieder. Es war ein schönes Konzert. Wir waren stolz auf Ulla, die den Tag nicht so genießen konnte wie wir, sondern mit Karsten den ganzen Tag proben musste. Nach dem Konzert machten wir uns auf den Weg zurück zur Schule, wo manche noch zusammen saßen und andere ins Bett gingen.

 

Dienstag 17. Mai 2005
Nach einem langen Frühstück, entschieden wir, Biberach und Esslingen, den Frühstücksdamen und -herren und den Hausmeister ein Ständchen zu bringen. Danach probten wir für das Wertungsmusizieren, das an dem Tag um 15 Uhr im Fontane-Haus im Märkischen Viertel stattfinden sollte.
Nach der Probe fuhren wir Esslinger sofort in Uniform los, damit wir dort noch Mittagessen konnten, und um Irini schwarze Schuhe zu kaufen. Wir zogen es durch und beeilten uns zur Landesvertretung BaWü zu kommen, wo wir zusammen mit allen STBSpielmannszügen zwei Auftritte hatten.
Dieser schwäbische Abend war eine Benefizveranstaltung, die wegen Platzmangels zwei Mal stattfinden musste. Die erste war um 17 Uhr und die zweite um 20 Uhr. Beide Male mussten wir beim Einlass spielen. Anschließend spielten im Garten die „Strahlerband“.
Nach dem zweiten Mal spielen saßen wir noch gemütlich oben und genossen die Aussicht auf die Menge und unterhielten uns. Jetzt konnte man ja endlich relaxen. Nach einer Weile, da wir ja schon das Programm kannten, fuhren wir, einigen schmerzten schon die Füße, zurück zur Schule. Irini, Evi und Kerstin brauchten irgendwie 1,5 Stunden. Wir, Detlef, Tobi, Uwe, Franzi und Charlie hatten ja unseren Stadtführer Sascha dabei. Wir brauchten nur 45 min. Der Tag war wieder sehr anstrengend, manche wurden krank, also wurde wieder mal früh ins Bett gegangen.

 

Mittwoch 18. Mai 2005
Nach dem Frühstück machten wir uns gemeinsam auf zu den „Hackeschen Höfen“. Dort liefen wir rum, gingen in den Ampelmännchen-Laden und liefen zum Alex. Dort genossen wir unser Mittagessen. Danach fuhren wir zur Anlegestelle, wo wir die Schiffsrundfahrt auf der Spree machen wollten. Obwohl es kalt und windig war, entschieden wir uns, die 3 Stunden draußen zu sitzen.
Es war eine schöne Fahrt. Charlie hat auch sehr gut schlafen können. Nachdem wir Berlin von einer anderen Seite kennen gelernt haben, stiegen wir in die U-Bahn und fuhren wieder zum Fontane-Haus, wo die Verleihung der Urkunden des Wertungsmusizierens war. Es war eine geniale Stimmung im Saal. Jeder von uns war glücklich, es hinter uns zu haben, aber auch die Möglichkeit gehabt zu haben, sich mit anderen Musikzügen zu messen. Nach langem Bangen erfuhren wir, dass wir zu den guten Spielmannszügen in Deutschland gehören. Darauf können wir sehr stolz sein!! Dieses ‚Gut’ feierten wir in einem typischen Berliner Restaurant in der Nähe vom Fontane Haus. Das Essen war gut und viel. Mit guter Laune traten wir unsere Heimfahrt zum anderen Ende von Berlin zu unserer Schule an. Ein Großteil der 1,5 Stunden Fahrt verbrachten wir mit singen. Sehr zur Freude von unseren Mitfahrern in der S-Bahn.

 

Donnerstag 19. Mai 2005
An unserem freien Tag trennten wir uns wieder. Charlie besuchte ihre Oma und machte erstmal 2 Sunden Mittagsschlaf, reden konnte sie ja sowieso nicht, weil ihre Stimme fehlte. Uwe und Familie, Evi und Kerstin gingen zur Messe und machten dort anschließend den Orientierungslauf. Ulla, Irini und Karsten liefen durch die Stadt. Irini zeigte ihnen den Weg, den sie am Montag gemacht hatte. Steffen, Sascha, Heidi, Detlef, Tobi und Franzi besichtigten das Stasigefängnis in Hohenschönhausen. Sie waren davon sehr überwältigt. Abends trafen man sich dann am Ku’Damm im Irish Pub. In der Schule feierten wir mit Karsten seinen letzten Abend.

 

Freitag, 20. Mai 2005
Frisch gestärkt nach dem Frühstück, fuhren wir zum Roten Rathaus, wo wir wieder mit den gesamten STBSpielmannszügen ein Konzert haben würden. Nachdem Biberach kurz vor knapp erschien, spielten wir ein Stunde lang.
Zum Dank kriegte jeder von uns einen Turnfest-Hut. Wir waren sehr glücklich. So glücklich, dass wir auf den Stufen vor dem Roten Rathaus ein Gruppenfoto machen wollten. Leider wurde uns dies versagt, so dass wir paar Meter weiter erst das Foto machen konnten. Ist aber auch jetzt viel besser geworden!Zurück an der Schule angelangt, vereinbarte man einen Treffpunkt in Kreuzberg, und trennte sich mal wieder. Ulla ging ins jüdische Museum. Uwe und Familie, Evi und Kerstin schlenderten über den Potsdamer Platz und lernten dort einen super Eisladen kenne. Detlef, Heidi, Steffen, Sascha, Irini, Charlie, Tobi und Franzi suchten den „Türkischen Markt“. Nach langem Laufen und schmerzenden Füßen fanden wir den Markt endlich. Er war ganz in der Nähe von dem Treffpunkt. Dort angekommen gingen wir dann geschlossen zum Griechen. Sehr gut!!
Wir verließen das Restaurant gerade so, dass wir noch auf den Reichstag konnten. Um 22 Uhr schlossen sie den Reichstag.
Wir hatten Glück. Wir kamen noch rein. Ein wunderschöner Blick über das nächtliche Berlin. Danach besichtigten wir noch das Brandenburger Tor und das Holocaust-Mahnmal. Es war ein schöner Abschluss des Deutschen Turnfests.

 

Samstag, 21. Mai 2005
Der letzte Tag war im Frühstücksraum sehr einsam. Wir waren die einzigen, die erst Nachmittags abflogen. Alle anderen verließen uns schon in der Früh. Wir schleppten unsere gepackten Sachen in ein Klassenzimmer und gingen dann noch mal in die Stadt. Dort gingen Irini und Ulla noch in die Ausstellung unter dem Mahnmal und die anderen zum Eisessen am Potsdamer Platz. Von der Schule aus machten wir wieder eine lange Reise zum Flughafen, wo wir unseren Rückflug antreten würden.
Es war eine schöne Woche, auch wenn es bei manchen mit der Gesundheit nicht so lief und es zwischendurch etwas Lagerkoller gab. Im Großen und Ganzen kann man sagen, es war gelungen und wir freuen uns schon auf Frankfurt 2009.

 

Charlie

 

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